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Wie sag ich's nur meinem Arzt?
Viele
Männer fühlen sich vor ein nahezu unüberwindbares Hindernis
gestellt, wenn sie ihrem Arzt "beichten" wollen, dass sie Erektionsstörungen
haben. Ist es aber erst einmal ausgesprochen, fühlt sich Mann meistens
deutlich besser. Folgende Berichte zeigen Erfahrungen mit einem solchen
Arztbesuch:
Wolfgang K., 45:
Ich habe zwei Anläufe gebraucht, bis ich meinem langjährigen Hausarzt
erklären konnte, was mich belastete. Beim ersten Mal war ich total
nervös und habe etwas von meinem "kleinen Freund" gemurmelt,
worauf mein Arzt mich völlig verständnislos anstarrte und ich
sofort verstummte. Beim zweiten Mal war ich entschlossener und habe ruhig
und deutlich erklärt, dass mir meine Schwierigkeiten im Bett ernsthafte
Sorgen bereiten würden. Als es einmal ausgesprochen war, war alles
kein Problem mehr - die Situation war entspannt und mein Arzt wusste
genau, wie er mir helfen kann.
Mark G., 38:
Obwohl ich bei verschiedenen Frauen dieselben
bitteren Erfahrungen gemacht hatte, habe ich mich nie getraut, deswegen
einen Arzt aufzusuchen. Erst
nach zwei Jahren bin ich dann in eine Praxis gegangen. Allerdings nicht
zu meinem Hausarzt, sondern zu einem mir unbekannten Internisten. Ich
habe zunächst eine ganze Zeit um den heißen Brei herumgeredet,
aber er hat mich schnell durchschaut und am Ende konnte ich ungezwungen
mit ihm über meine Erektionsprobleme reden. Im Nachhinein ärgere
ich mich natürlich, dass ich so lange damit gewartet habe.
Klaus S., 56 (Diabetiker):
Meine Frau dachte schon, ich hätte eine andere. Als sie mir immer häufiger
Szenen machte, beschloss ich, meinen Urologen aufzusuchen.
Der wollte mir einreden, dass bei mir alles völlig normal sei und dass
die Medien ein falsches Bild von Sexualität vermitteln würden.
Trotzdem habe ich auf meinem Problem bestanden und ihn gefragt, ob meine
Schwierigkeiten beim Sex etwas mit meinem Diabetes zu tun haben könnten.
Das hat ihn dann doch hellhörig werden lassen und schließlich
hat er auch eingesehen, dass nicht alles in Ordnung ist. Ich habe am gleichen
Abend auch noch mit meiner Frau geredet.
Lucas P., 32:
Ich halte nichts davon, so etwas mit mir rumzuschleppen,
wozu hat man denn sonst Ärzte? Durch meine Probleme im Job bin ich in ein Loch
gefallen, auch was mein Sexualleben anging. Ich bin dann ohne Umschweife
zum Arzt gegangen und habe einfach nur gesagt: "Er wird nicht mehr
hart!" Der Arzt hat natürlich gestaunt, dann aber gelächelt
und mir ganz ruhig die Sache erklärt. Ich denke, die Männer,
die es betrifft, müssen sich vor dem Arztbesuch ein kurzes und knappes
Statement überlegen und auch nicht lange auf den richtigen Zeitpunkt
warten, sondern das Problem mit ihrer Erektionsfähigkeit direkt auf
den Tisch bringen.
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