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Gesundheitsmuffel Mann - Fakt oder Mythos?
Landläufig gilt immer noch das Vorurteil, dass Männer Gesundheitsmuffel
sind. Ungesunde Ernährung, mangelnde Bewegung und sehr seltene Arztbesuche
sind Verhaltensweisen, die hauptsächlich den Herren der Schöpfung
zugeschrieben werden. Doch wie sieht es damit wirklich aus im männlichen
Leben?
Eine aktuelle Befragung von 1.000 Männern zeigt, dass diese sich redlich Mühe geben, ihren schlechten Ruf loszuwerden. So gaben 84 Prozent der Teilnehmer an, regelmäßig zu laufen, zu radeln oder Schwimmen zu gehen. Dabei stand das Fahrrad als Sportgerät besonders hoch im Kurs. Auch in puncto Ernährung entspricht das männliche Verhalten nicht den gängigen Vorurteilen: Etwa ein Drittel aller Befragten isst täglich Obst und Gemüse, 50 Prozent nehmen immerhin häufig frische Vitamine zu sich.
Drückeberger bei der Krebsvorsorge
Einziges Manko im männlichen Gesundheitsbewusstsein bleibt die Krebsvorsorge.
Zwar lassen 70 Prozent der Männer mindestens alle drei Jahre einen allgemeinen
Gesundheits-Check durchführen, aber nur jeder zweite Mann über 45
Jahre geht regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen. Vor allem Jüngere
vernachlässigen die Krebsvorsorge sträflich; hier nutzt nur jeder
Fünfte das ärztliche Angebot.
Mit ein Grund hierfür mag sein, dass diese Untersuchungen erst für Männer ab 45 von der Kasse bezahlt werden und dann auch von der Praxisgebühr befreit sind. Diese können jährlich einen Termin zur Krebsfrüherkennung in Anspruch nehmen, bei dem Prostata, Haut und äußere Geschlechtsorgane untersucht werden. Ab dem 50. Lebensjahr kommt ein jährlicher Test auf verborgenes Blut im Stuhlgang hinzu, der zur Abklärung von Dickdarmkrebs dient. Wer die 55 überschritten hat, kann alternativ zwei Darmspiegelungen im Abstand von zehn Jahren in Anspruch nehmen oder alle zwei Jahre den Test auf verborgenes Blut im Stuhlgang durchführen lassen.
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