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Eifersucht - das krankhafte Feuer
Viele kennen dieses Zitat. Und die meisten kennen auch das quälende Gefühl, das damit beschrieben wird: 80 % der Männer und Frauen behaupten von sich, eifersüchtig zu sein.
Laut einer Studie der Universität Bielefeld sind die Gründe dafür
bei Mann und Frau aber sehr unterschiedlich. Für Frauen geht das Gefühl
der Eifersucht über das Ertragbare hinaus, wenn sie bei ihrem Partner
Anzeichen für emotionale Untreue erkennen. Die männliche Eifersucht
steigt bereits ins Unaushaltbare, wenn Er meint Anhaltspunkte für sexuelle
Untreue "seiner" Frau zu entdecken. Die Bielefelder Psychologen
sehen in der geschlechterspezifischen Wahrnehmung Verhaltensmuster aus der
Rollenverteilung der menschlichen Frühgeschichte. Der Reproduktionserfolg
der Frau war durch die Untreue des Partners nicht gefährdet. Zog sich
der Mann aber emotional - und damit mit seiner Fürsorge - zurück,
ging es für die Steinzeit-Frau und ihre Kinder ums nackte Überleben.
Für die Herren der Schöpfung war es dagegen sehr wichtig, dass die
Partnerin auch sexuell treu war. Nur so konnte er sicher sein, dass die Nachkommen,
in die er Kraft und Energie steckte, auch die seinen waren.
Für die meisten Männer (69 %) und Frauen (50 %) gehört die Eifersucht zur Liebe. Doch egal, ob männliche oder weibliche Eifersucht, wird aus dem vermeintlich normalen Gefühl Besessenheit, ist dies die sicherste Möglichkeit den Partner in die Flucht zu schlagen. Nimmt die Eifersucht zuviel Raum in der Beziehung ein und bestimmt so den Alltag, ziehen viele Konsequenzen: 38 % der Frauen und 25 % der Männer würden ihren Partner verlassen, wenn dieser extrem eifersüchtig wäre.
Misstrauen als Liebeskiller

"Wo
hast Du wieder gesteckt?"
"Ich habe mich nur mit Freunden getroffen"
"Das glaube ich nicht, Du hast eine Andere!"
Permanentes Misstrauen, nachspionieren, Taschen durchwühlen - oft
fühlen sich die "Extrem-Eifersüchtler" auch nicht wohl
dabei, können sich aber kaum gegen die Eifersucht und den daraus erwachsenden
Kontrollzwang wehren. Eifersucht entsteht heute meist aus der Angst den geliebten
Partner zu verlieren und hängt in vielen Fällen mit einem mangelnden
Selbstwertgefühl zusammen. Viele Experten raten den Betroffenen daher
bei sich selbst anzufangen. Es schränkt ein, sich nur über die Partnerschaft
zu definieren und Bestätigung auch außerhalb der Beziehung ist
ein wichtiger Faktor für ein gesünderes Selbstbewusstsein. Gleichzeitig
sollten die Partner von eifersüchtigen Menschen sensibel mit dem Thema
und mit ihren Liebsten umgehen. Hemmungsloses Flirten in Gegenwart des eifersüchtigen
Partners oder Schwärmereien über den tollen neuen Kollegen müssen
ja auch nicht unbedingt sein.
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