Inhalt
Komm Kuscheln Liebling!
Der dampfende Tee steht auf dem Tisch, die Wolldecke liegt schon bereit.
Draußen ist es klirrend kalt, drinnen sorgen Kamin und Kerzen für
wohlige Wärme und romantische Stimmung. Der Winter ist einfach die ideale
Jahreszeit, es sich zu Hause mal wieder so richtig gemütlich zu machen
und dabei eine Kuschelstunde mit der oder dem Liebsten einzulegen. Das tut
dem Herzen gut. Und das nicht nur im romantischen Sinne - man tut beim
Schmusen sogar etwas für seinen Körper.
Eine amerikanische Studie hat herausgefunden, dass regelmäßiges Kuscheln ein gutes Mittel gegen Stress ist. Der Körperkontakt senkt den Blutdruck und auch das Herz schlägt in ruhigerem Takt. Dies könnte damit zusammenhängen, dass bei Kuschelbär, Knutschkugel und Co. das Stresshormon Cortisol deutlich verringert vorhanden ist. Gleichzeitig sorge unser Gehirn durch das Kuscheln für einen steigenden Oxytocinspiegel, der in unserem System für ein Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit sorgt.
Oxytocin - das Vertrauenshormon:
Oxytocin ist unsere körpereigene soziale Bindungsdroge. Es nimmt laut Experten bei Säugetieren eine Art Schlüsselrolle für Paarbindung, Sexualverhalten oder mütterliche Fürsorge ein. Das Hormon wird beim Orgasmus und auch bei Geburtswehen ausgeschüttet und fördert dabei z. B. die Mutter-Kind-Bindung.
Erste Versuche haben gezeigt, dass das Hormon auch dazu dienen kann, Vertrauen zu erzeugen, wo wir es normalerweise noch nicht empfinden würden: Durch Nasensprays mit Oxytocin handelten Versuchsperso-nen Wildfremden gegenüber vertrauensvoll und risikobereit.
Kuscheln als Beziehungsmotor
Häufiger Körperkontakt ist für kleine Kinder ziemlich normal,
Schmusen und herumgetragen werden vermittelt ihnen ein Gefühl der Sicherheit.
Und auch Erwachsene fühlen sich durch einen Kuss zwischendurch oder das
morgendliche Aneinanderkuscheln sicher in ihrer Beziehung - sie bleiben
miteinander in Verbindung. Und das macht Lust auf mehr!
Viele Experten sind
der Meinung, dass Paare, die sich häufiger berühren und küssen
auch vermehrt Lust aufeinander haben. Schon durch eine kleine Berührung
des Partners kann das Kopfkino beginnen und nicht selten fühlen wir uns
dadurch zueinander hingezogen. Eine kurze Umarmung in der Küche, ein
inniger Kuss und etwas Zeit - schon wird der Sonntagskaffee kalt und
das Bett noch mal richtig aufgewärmt.
Und so schützen diejenigen, die sich immer zwischendrin regelmäßig fünf Minuten Zeit zum Kuscheln nehmen, ihre Beziehung, ihre Seelen und auch ihre Herzen gegen den Alltagsstress.
zurück zur Themenübersicht - Newsletter 01/2007, Thema "Hart im Winter"
