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Gut gemacht!
Lob und Wertschätzung sind wichtig für unsere Gesundheit
Immer mehr Menschen fühlen sich im Job nicht genügend anerkannt. Und das kann sie - im wahrsten Sinne des Wortes - krank machen.
Das Gefühl von Wertschätzung der eigenen Arbeitsleistung wird durch drei Größen bestimmt: Die Anerkennung der Leistung, eine angemessene Bezahlung und mögliche Aufstiegschancen. Dabei hängt es von der Arbeitssituation jedes Einzelnen ab, welche der "Belohnungskomponenten" am wichtigsten ist. Bei unsicheren Jobs spielt vor allem die Bezahlung eine wichtige Rolle. Ist der Arbeitsplatz nicht bedroht, Aufstiegschancen aber Mangelware, können Lob und Anerkennung ein Anreiz für gute Arbeit sein.
In einem aktuellen Studienvergleich fanden Düsseldorfer Medizinsoziologen heraus, dass sich durch fehlendes Lob das Risiko für stressbedingte Erkrankungen verdoppelt. Die Analyse ergab - durch alle Schichten, vom einfachen Helfer bis zum Manager - einen direkten Zusammenhang zwischen einer gestörten Leistungs-Belohnungs-Bilanz im Job und dem Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder psychischen Krankheiten.
Die Forscher vermuten, dass die Ursache dafür nicht nur in der Negativspirale zu suchen ist, die sich aus mangelnder Wertschätzung unserer Arbeit und unserer Person oft ergibt. Neben der Frustzigarette und vermehrtem Alkoholkonsum wirken in einem solchen Fall auch ganz andere Kräfte auf unseren Körper. Unser Gehirn produziert durch fehlendes Lob weniger vom Belohnungshormon Dopamin, während gleichzeitig vermehrt Stresshormone ausgeschüttet werden. Und darauf reagiert das System Körper - langfristig zum Beispiel mit Bluthochdruck. Wer also im Job nicht genug Anerkennung erfährt, tut gut daran, etwas zu ändern. Ob er ab sofort im Privaten die Bestätigung sucht und findet, den Job wechselt oder im bestehenden Arbeitsverhältnis Feedback einfordert. Die Hauptsache ist: Nicht unterkriegen - und damit krankmachen - lassen!
zurück zur Themenübersicht - Newsletter 01/2007, Thema "Hart im Winter"
