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Was ist eigentlich Fußball?
der: Wie ihre Partnerschaft die WM übersteht
Zum zweiten Mal findet eine Fußball- Weltmeisterschaft in Deutschland
statt und die Verteilung der WM-Fernsehabende im Freundeskreis ist bereits
ausgelost.
Höchste Zeit sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Laut Internet-Lexikon Wikipedia wird Fußball von zwei Mannschaften mit je elf Spielern auf einem rechteckigen Spielfeld gespielt. Na ja, das ist in den letzten Wochen der Vorbereitung, Torwart- diskussionen und Fitnesstests für Ballack & Co. auch an der gleichgültigsten Frau nicht vorbei gegangen - Elf Freunde müsst ihr sein!
Ziel ist es, den Ball ins gegnerische Tor zu bringen - auch klar! Gespielt wird vorrangig mit dem Fuß, die Feldspieler dürfen aber auch andere Körperteile - ausgenommen Hände und Arme - einsetzen. Das ist schon komplizierter, aber auch noch vorstellbar.
Zwanzig Seiten der umfangreichen Fußballerklärung im World-Wide-Web später - nach der Lektüre von Taktik, Geschichte und internationaler Bedeutung des Fußballs - sind sich selbst bislang desinteressierte Menschen der Notwendigkeit des gemeinsam erlebten Fußballsommers zur Weltmeisterschaft im eigenen Land bewusst und sehr versucht auch noch das Buch "Von der Physik fliegender Bälle und der Statistik des Spielausgangs" zu verschlingen.
Sollte man aber bereits bei den Regeln ans Auswechseln gedacht haben - keine Panik. Schon Erich Ribbeck fand: "Konzepte sind Kokolores". Taktik und Strategie des Spiels sind also fürs Zuschauen nicht unbedingt notwendig. Für einen vergnüglichen WM-Fußballabend mit Freunden reicht es völlig zu wissen, dass es Sinn des Spiels ist, dass 22, bzw. 20 Männer hinter einem Ball herlaufen, und dass ein Ball für jeden Spieler irgendwie langweilig wäre. Und wenn sich die anwesenden Partnerinnen die Frage verkneifen, warum die schmucken Herren sich solche Waschbrettbäuche antrainieren, wenn sie ihr Trikot doch nicht ausziehen dürfen, werden sie sicher nicht auf die Ersatzbank verbannt. Sollte es dennoch mal soweit kommen, hält man es eben mit Sepp Herberger: "Eine Mannschaft ist immer nur so gut wie die Stimmung auf der Bank".
Im Gegenzug darf
Frau aber durchaus auch von der männlichen
Seite ein wenig beziehungsfördernde Toleranz und Geduld erwarten.
Sonst muss Mann noch zu der gleichen Einsicht gelangen wie der legendäre
Torwart und spätere Nationaltrainer Italiens, Dino Zoff: "Es
ist das Schicksal aller Trainer früher oder später mit Tomaten
beworfen zu werden".
Hat all die
Vorbereitung für diesen Sommer nicht geholfen und drohen bei
der nächsten Europa- oder Weltmeisterschaft via TV wieder
Grundsatzdebatten, ist es sinnvoll, bereits früh mit der Desensibilisierung
beider Seiten zu beginnen. Bücher wie "Die perfekte Fußballbraut" oder "Wie
Frau sich erfolgreich ins Spiel bringt" stellen viel versprechende
Trainingskonzepte für die hohe Kunst des Fußballschauens
dar. Dafür werden sich die Herren der Schöpfung in der
spielfreien Zeit sicherlich auch gerne die Notwendigkeit von Theaterabenden
und den positiven Einfluss von klassischer Musik auf den Gemütszustand
ihrer Liebsten erklären lassen.
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