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Keine Angst vor der Angst
Niemand spürt dieses Gefühl gerne, und doch müssen wohl die
meisten Menschen mit "Ja" auf die Frage antworten: "Haben Sie
schon einmal Angst gehabt?". Laut einer aktuellen Studie bezeichnet sich
heute schon jeder zehnte Deutsche als generell ängstlich. Während
Angst in normalem Maß von Vorteil sein kann, weil sie die Aufmerksamkeit
und Denkfähigkeit erhöht, hemmt sie - übermäßig
ausgeprägt - die Leistungs¬fähigkeit im Alltag erheblich.
Die intensiven Angstgefühle empfinden Mann und Frau dabei als gleich unangenehm. Das Herz schlägt plötzlich bis zum Hals, die Knie werden weich, der Brustkorb schnürt sich zu, oder die Hände werden feucht - typische Zeichen, die ein Angstgefühl begleiten. Die Ursachen, die die Angst hervorrufen, lassen sich jedoch nicht so einfach eingrenzen.
Was uns Angst macht
Die Gründe, die bei uns negative Ängste auslösen, sind vielfältiger Natur. Die Angst vor dem Tod teilen wohl die meisten Menschen. Für Viele genügt schon der Gedanke an eine krabbelnde Spinne, eine anstehende Flugreise oder den vereinbarten Zahnarztbesuch, um schweißnasse Hände zu bekommen.
Die Ursachen für Ängste können beim Menschen aber auch ganz woanders liegen. Wir leben in einer Leistungsgesellschaft, die immer höhere Ziele steckt und immer mehr fordert. Daraus folgt für den Einzelnen ein stetig wachsender Leistungsdruck. Gründe für zunehmende Ängste in der heutigen Zeit sehen Experten daher in Erfolgszwang und Streben nach Perfektionismus. Immer mehr Menschen sorgen sich, dass sie Vorgaben nicht erfüllen können und entwickeln Versagensängste.
Besonders Männer setzen sich unter einen enormen Leistungsdruck. Hat ein Mann ein festgelegtes Rollenverhalten verinnerlicht, versteht er sich als typischer Ernährer und Versorger der Familie. Scheint diese verantwortungsvolle Rolle in Gefahr, dann ruft dies beim Mann schnell existenzielle Ängste hervor. Entwickelt sich Angst von einer normalen Alltagsangst hin zu einer ernsten Krankheit, so spricht man im in der Medizin von einer Angststörung. Anzeichen für ein krankhaft gesteigertes Angstgefühl können neben psychosomatischen Störungen ernste körperliche Leiden, wie Magen- und Darmprobleme mit häufiger Durchfallneigung, aber auch Nachlassen von sexuellem Verlangen und Potenz sein.
Was tun gegen die Angst?
Ängste können Alltag und Partnerschaft stark beeinträchtigen. Doch schon das Gespräch mit einem vertrauten Menschen oder einem Arzt kann helfen. Es zeigt, dass auch andere Menschen von diesen negativen Gefühlen geplagt werden. Wichtig ist sich durch die eigenen Ängste nicht einschränken zu lassen, sondern sie als Leistungsmotor zu nutzten. Gerade erfolgreich bestandene Situationen bestärken die empfundene Kompetenz und geben so ein Stück Selbstvertrauen zurück.
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