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Generation Golf - heimlicher Trendsport?
Wer glaubt, Golf spielen wäre etwas für reiche Männer ab
50, irrt. In den USA, England und Skandinavien ist Golf schon längst
Volkssport. Und auch in Deutschland muss niemand mehr Millionär sein,
um über gepflegtes Grün laufen zu können. Die Zuwachsraten
bei den Club-Mitgliedern bestätigen es: Golf ist auch hierzulande "in".
Bestes Beispiel für die neue Generation Golf: Tiger Woods, 30, Golf-Superstar
und unbestrittene Nr.1 in der Weltrangliste.
Was macht Golf so interessant?
"Vor zwei Jahren hat mich ein Arbeitskollege zu einer kleinen Golfrunde eingeladen. Ich machte mir sofort Gedanken, was wohl meine Freunde davon halten würden", so Uwe Schmidt, 38 Jahre, Bürokaufmann. "Aber ich muss zugeben es hat mich sofort gepackt. Nichts ist schöner als Bewegung an frischer Luft. Da kann ich komplett abschalten. Kein Büro, kein Stress, keine Sorgen." Wie Uwe Schmidt schätzen viele Menschen die Möglichkeit, bei einer Partie Golf zu entspannen.
Golf als Gesundheitsprogramm
Weiterer positiver Nebeneffekt: Golf trainiert alle Muskeln von Kopf bis Fuß. Der ideale Ausgleich für Büromenschen. Im bewegungsarmen Alltag und bei schlechter Körperhaltung vor dem Computer nehmen Kraft und Beweglichkeit im Schulter-, Rücken- und Hüftbereich spürbar ab. Deshalb üben überzeugte Spieler nicht nur ihre Golfschläge, sondern betreiben zusätzliches Fitnesstraining. Schließlich gilt: Ohne gut trainierte Bauchmuskeln kein ordentlicher Golfschwung. Zudem laufen begeisterte Golfer bei einer Runde über den 18-Loch-Platz dem kleinen Ball freiwillig 8 bis 10 Kilometer weit hinterher. Bei dieser Art sich zu bewegen, werden Herz und Kreislauf angeregt und Fettpölsterchen geschmolzen. Die verbrauchte Energie kann bis zu 1900 Kalorien ausmachen. Und das entspricht immerhin etwa drei Stunden joggen. Golf macht also spielend fit. Nach einem Gesundheitscheck beim Arzt steht dem Spiel mit dem weißen Ball in jedem Alter also nichts mehr im Wege.
Spaß für Körper und Geist
Neben Kondition und Koordination wird auch der Kopf trainiert. Die Ausübung des Golfschwungs fordert vom Spieler ein hohes Maß an Konzentration. Es gibt nur eins - entweder Golf spielen oder ans Büro denken. Ist man gedanklich abgelenkt, geht der Schlag daneben. Anspannung oder die Planung des gesamten Spiels funktionieren ebenso wenig. Die Herausforderung besteht darin, im richtigen Moment zu entspannen und auf Gefühl und körperliche Erfahrungen zu bauen. Das hilft, sich geistig und körperlich zu erholen und ist gleichzeitig der Schl üssel zum erfolgreichen Spiel.
Bei all den tief schürfenden Gedanken sollte eins jedoch auf keinen Fall zu kurz kommen - der Spaß. So lautet denn auch ein beliebtes Sprichwort unter Golfern: "Golf ist der größte Spaß, den man mit angezogenen Hosen haben kann."
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