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Arbeit lass nach...
Glaubt
man der weltweiten Meinung, dann ist Fleiß die deutsche Tugend schlechthin.
So weit so gut. Übertriebener Fleiß kann aber auch zur Sucht werden
und hat dann mit diesem Klischee nur noch sehr wenig zu tun. Wenn Erholung
und Freizeit plötzlich Fremdwörter sind und sich Familie und Freunde
anhaltend über Vernachlässigung beklagen, sind das erste Alarmsignale
für Workaholics. Wer feststellt, dass er nur noch für die Arbeit
lebt, sollte sein Lebenskonzept spätestens dann gründlich überdenken.
Denn es leidet nicht nur das Privatleben unter einem Ungleichgewicht dessen,
was heute als Work-Life-Balance bezeichnet wird, d.h. die Ausgewogenheit
zwischen Arbeits- und Privatleben.
Menschen, die sich im Beruf konstant zu viel abverlangen, laufen in Gefahr, sich ein "Burn-Out-Syndrom" zuzuziehen: Ein gravierendes Erschöpfungssyndrom mit Auswirkungen auf Leistungsfähigkeit und Lebensqualität. Erste Anzeichen sind Kopfschmerzen, Erschöpfung, Verdauungsprobleme, Magengeschwüre, Stechen in der Brust, Bluthochdruck und Schwindel. Zusätzlich kommt es meistens zu starken Stimmungsschwankungen und Niedergeschlagenheit.
Beim Burn-Out-Syndrom sind die Betroffenen zwar körperlich anwesend, leisten aber nur noch Dienst nach Vorschrift. Aus dem anfänglichen Leistungshoch wird schnell ein Leistungstief. Fehler schleichen sich ein, klar strukturiertes Denken geht zunehmend verloren und die erzielten Ergebnisse stehen in keinem Verhältnis mehr zum Aufwand. Die Kosten für ein Unternehmen, dessen Mitarbeiter unter dem Burn-Out-Syndrom leiden, können ins Unermessliche steigen.
Der Rat für Workaholics: Lassen Sie es nicht soweit kommen! Gönnen Sie sich ab und zu eine Auszeit. Genießen Sie regelmäßig Ihre Mittagspause und versuchen Sie abends die Arbeit im Büro zu lassen. Schalten Sie ohne schlechtes Gewissen Ihr Handy ab und widmen Sie sich Ihrem Privatleben. Denn so schön Erfolg im Beruf auch ist: Der Sinn des Lebens sollte für jeden darüber hinausgehen.
- AAS Anonyme Arbeitssüchtige, c/o KISS, Gaustraße 21, 22765 Hamburg, info@arbeitssucht.de
- Psychotherapie-Informationsdienst (PID), Oberer Lindweg 2, 53129 Bonn, Beratungstelefon: 0228-74 6 99
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